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ZU HOMECOMING:
OX:
CLAP YOUR HANDS TWICE
Homecoming
LP+ D | Redox | clapyourhandstwice.de | 42:33 ||
Eine gute Band, engagiert und motiviert dazu. Etwas verliebt
vielleicht, denn es mutet schon ein wenig dekadent
an, Freiexemplare der mühsam finanzierten LP (farbig)
inklusive Poster, Texthülle und CD, dieser Tage zum Besprechen
quer durch die Nation zu jagen. Danke, wenn es
auch erheblichen Einfluss auf meine Objektivität genommen
hat, denn ich finde die Band einfach klasse. Nun was
bekommt ihr im Wesentlichen auf diesem „Vinyl-only“-
Release, dem zweiten Langspieler der Jungspunde aus
dem grün-revolutionären Südwesten? 13 mal „ehrlichenPunkrock“,
wie es die Band selber beschreibt beziehungsweise
will. Dieser schlägt mal in die cool rockende Richtung
(„Masquerade“), mal ist er wütend und vertrackt
(„Unfulfieled thougths“), meistens aber vor allem zum
Song-Ende hin hymnisch („These six strings“, „Remember
these days“). Brain Fallon hat unweigerlich Spuren hinterlassen.
Ebenso Bob D., denn im Titelsong nähert man sich
mit Mundi und abgeklärter Stimme seiner Auffassung von
Musik. Gar nicht mal schlecht, aber Punkrock können sie
doch besser. Die Platte macht richtig Freude. „Break free“
und „I need a drink“ haben schöne Background-Chöre
und wunderbar treibende Arrangements. „Travelin’ bone“
macht mein Staunen dann komplett. Atmosphärischer
Punk mit Offbeat, wie ihn eine gewisse Berliner Band nicht
besser hinbekommen hätte. Ein gut gespieltes Schlagzeug
bringt viel Drive und Groove in die Songs und setzt an den
richtigen Stellen prägende Akzente. Dass die Jungs nur zu
dritt sind, hört man den Stücken kaum an, denn vor allem
durch den mehrstimmigen Gesang entstehen vielschichtige
Stücke, die man öfters hören will. „Homecoming“
deshalb, weil es im Lebensalltag der Jungs eines der zentralen
Themen ist. Arbeit, Studium weit weg von Familie und
Heimat prägen einfach, bringen Neues, machen Freunde
bleiben aber immens schwer. Ihre Band aber ist das Bindeglied,
ist eine Heimkehr in vertraute Kreise. Für mich
kommen sie hiermit in der hiesigen Oberliga an. Unbedingt
merken und zusammen mit DRIFTWOOD FAIRYTALES
abfeiern. The next generation of Punk finally takes
control! (9) Lars Weigelt
Bierschinken:
Clap Your Hands Twice:
Homecoming
Frau Wolfram hatte sie ja schon in ihrem Bericht vom Bierschinken-Festival
abgefeiert und ich kann mich dem mit meiner Rezension nur anschließen. Die
Rede ist natürlich von "Clap your hands twice", die mit ihrem energiegeladenen
Festival-Auftritt sicher 'ne Menge neuer Fans gefunden haben und ich bin mir
ziemlich sicher, dass mit dem Erscheinen von "Homecoming" nochmal etliche
dazu kommen werden. Es ist aber auch ein fantastisches Album geworden, 13
Lieblingslieder zwischen Punkrock, Pop, Folk und Blues mit viel Melodie,
Background-Chören und Herzblut gespielt. Macht Spaß den Jungs zuzuhören!
Besonders gut gefallen mir das hymnische "These six strings" und "I need a
drink. No conversation.", da kann ich mich inhaltlich sehr gut mit identifizieren,
hehe. Aber was red ich, besorgt euch die Platte, sucht euch euren eigenen
Lieblingshit und vor allem schaut euch die Band live an, es lohnt sich!
http://www.bierschinken.net/platten/review.php?id=441&title=clap_your_hands_t
wice_-_homecoming
Kickin Ass:
Clap Your Hands Twice - Homecoming (Redox Records, April 2011) LP
True Punkrock? Yes, Ma'am! Eins kann man sicher behaupten: Clap Your Hands
Twice sind grundgut, ehrlich und sympathisch. Sie kennen ihre Position im
Weltall, blieben bodenständig, als der Erfolg kam und versanken nicht in
Selbstzweifel, wenn's mal nicht so gut lief.
Und das verstehe ich als "True". True Punkrock ist ja schliesslich nicht True
Metal. Und so bodenständig, geradlinig, schnörkel- und eskapadenlos ist auch
die Musik. CYHT sind Menschen und die fühlt man sehr gut in ihrer Musik und
den Texten gespiegelt. Jeder Song ist eine Momentaufnahme aus den Leben der
Stumfol-Brüder. Gefühlszustände in unterschiedlichen Lebenslagen und wie sie
zu ihrer Musik stehen. Abgründe tun sich keine auf.
"Homecoming" fühlt sich an, als würden Clap Your Hands Dich mit in Ihr Auto
nehmen und Dir während der Fahrt etwas aus Ihrem Leben erzählen. Und diese
Fahrt führt von wehmütiger Stimmung und Sehnsucht nach alten Zeiten über
Kampf gegen Langeweile und Einsamkeit zum Aufbruch, auf die Bühnen, unter
die Menschen und dann ... auch gerne immer wieder nach Hause. Die
Verbundenheit mit ihrer Heimat haben sie von Anfang an deutlicher als andere
Bands thematisiert und ich denke, dass das auch einfach wieder ehrlich ist,
zumal Bands vom Land meist belächelt und Bands aus der Grossstadt schon
hochgelobt werden bevor sie überhaupt was gemacht haben.
Clap Your Hands stehen über diesem Vergleich und haben sich ihren Status als
eine der erfolgreichsten Bands der Region ohne Vorschusslorbeeren, nein,
wieder mal ganz ... ehrlich ... erspielt. Daher stehen sie für "True Punkrock"!
Meine Lieblingssongs: Unfullfilled Thoughts (sticht durch Kürze,
Kompromisslosigkeit und Wut aus den restlichen Songs raus) und die Akkustik-
Nummer. Wer hätte es geglaubt ... aber der Gesang klingt einfach zu gut darauf.
Das Cover spricht mich nicht so an, transportiert aber sehr gut die Stimmung und
die Haltung, die das Trademark der Heinstetter Jungs ist. "Nachts, im Winter, nur
ich und die Gitarre." Glückwunsch natürlich auch dafür, dass sie Vinyl gepresst
haben. Wann hat denn hier schon zuletzt ne Band eine 12er pressen lassen? Die
CD liegt dann für die bedauernswerten jüngeren oder faulgewordenen älteren
Leute gleich bei. Den Service schreiben sie gross. Auch das ist natürlich wieder
... richtig erkannt: True!
http://kickin-ass.de/platten.htm#cyht_homecoming
MOLOKO PLUS:
„Homecoming“ ist ein entwaffnend ehrliches und sympathisches Punkrockalbum
geworden, das von der Liebe zu den Orten erzählt, an denen man aufgewachsen
ist. Mit all den Freunden und dem Erlebtem.
Das ist total nett gemacht, komplett DIY und wird als LP mit beiliegender CD plus
bedruckter Innenhülle, Sticker, Poster und Postkarte ausgeliefert – für 10 € (!).
Die Postkarte soll man einem alten Freund übersenden, als Erinnerung an die
alten Zeiten.
Das wäre aber alles Käse, wenn die Musik nicht obendrein prima wäre – was sie
ist. Das Trio mit dem irritierenden Namen spielt schnörkellosen Punkrock, mal
hymnisch, mal melancholisch, immer aber … ja, entwaffnend ehrlich, wie gesagt.
http://www.moloko-plus.de/review/clap-your-hands-twice-homecoming-lp-2458
IN YOUR FACE:
Clap Your Hands Twice - Homecoming
Eingetragen von Werner am 28.05.2011
Clap Your Hands Twice - Homecoming
Label
Eigenproduktion
VÖ
29.04.2011
Kontakt
http://www.clapyourhandstwice.de/
Ich denke, ich bin nicht der einzige, der männliche Singles kennt, die sich unter
dem Vorwand „Frauen daten einfach keine netten Kerle“ über das andere
Geschlecht mokieren. Frauen würden ja sowieso nur Arschlöcher als Freund
haben wollen und man selbst, als der nette Kerl, der man ja nun einmal ist, muss
dann zum Ausheulen herhalten, wenn der Arschloch-Freund fremdgegangen ist,
so der weitere Tenor. Man wäre für „sie“ ja sowieso nur so etwas wie der kleine
Bruder, obwohl man „sie“ doch als einziger Mann überhaupt wirklich glücklich
machen könnte. Und so weiter und so fort, kommen wir zum Punkt, ich bin zu alt
für diesen Scheiss: CLAP YOUR HANDS TWICE aus Heinstetten spielen nahezu
exakt das musikalische Äquivalent dessen, was man gemeinhin als den „netten
Kerl von nebenan“ bezeichnen könnte.
CLAP YOUR HANDS TWICE sind dabei nicht der gefährliche und irgendwie
verruchte Typ, der Drogenhandel auf seiner Harley absolviert und dabei
gelegentlich wilde Verfolgungsjagden überstehen muss, sondern eher der
sympathische Nerd von nebenan, der zwar immer zuhört und sich respektvoll
und freundlich verhält, der aber irgendwie den Tick zu bieder ist. In weniger
kryptischen Worten soll das heißen, dass die Band aus Heinstetten auf ihrem
zweiten Longplayer gepflegte Rockmusik von sich gibt, die meist ein wenig in
Richtung Punkrock tendiert und bei Zeiten („Don't Give Up“, „Remember These
Days“) zumindest instrumental an GREEN DAY auf dem Höhepunkt ihrer
Karriere erinnert. Um das Maß an Abwechslung auf „Homecoming“ allerdings
vergleichsweise hoch zu halten, basteln CLAP YOUR HANDS TWICE des
Öfteren Elemente von der Art Retro-Rock, die etwa THE GASLIGHT ANTHEM
von sich geben („Nostalgia“), ein wenig Rock'n'Roll („Masquerade“), tanzbare
Indie-Punk-Momente („Travelin' Bone“), sowie einen kleinen Schuss Lagerfeuer-
Romantik („Homecoming“) in die insgesamt 13 Songs auf „Homecoming“.
Das Element an „Homcoming“, das wohl, neben dem hohen Maß an
Abwechslung bei einem gleichzeitig immer vorhandenen roten Faden des
Albums, am stärksten für CLAP YOUR HANDS TWICE spricht, ist klar in der
Authentizität der Musik zu sehen. Man merkt dem Trio in jeder Sekunde an, dass
man Herzblut, Schweiß und Tränen vergossen hat, um zu dem Endergebnis zu
kommen, das „Homecoming“ letztendlich geworden ist und dass man zu 100
Prozent hinter der eigenen Musik steht, die gerade aufgrund ihrer Ehrlichkeit und
Unverfälschtheit einen unglaublich sympathischen Eindruck macht. Neben
Abwechslungsreichtum und Authentizität können CLAP YOUR HANDS TWICE
auch mit einigen soliden Refrains punkten, die durchaus einprägsam sind, die
den Zuhörer allerdings auch nie komplett umhauen. Und exakt hier liegt das
Problem mit „Homecoming“, das CLAP YOUR HANDS TWICE eben zum
freundlichen Nachbarn, der Omis über die Straße hilft, und nicht zum
shotgunschwingenden Desperado, dem tonnenweise BHs und Schlüpfer auf die
Bühne geworfen werden, macht: Die 13 Songs des Albums sind zwar durchaus
einprägsam, allerdings gehen CLAP YOUR HANDS TWICE nie wirkliche Risiken
im Songwriting ein, so dass die einzelnen Elemente von „Homecoming“ zwar gut
ineinander greifen, allerdings nie wirklich überraschen können und sich immer
auf sicherem Terrain bewegen. Insgesamt bleibt „Homecoming“ allerdings ein
schönes Album, das man sich angenehm anhören kann und das über weite
Strecken wirklich Spaß macht. Für kommende Veröffentlichungen würde ich mir
noch ein wenig Mut zu kreativen Experimenten wünschen, auf dem richtigen
Weg sind CLAP YOUR HANDS TWICE allerdings in jedem Fall.
http://www.in-your-face.de/reviews/clap-your-hands-twice-homecoming
METAL INSIDE:
CLAP YOUR HANDS TWICE haben auf ihrer „Homecoming“-Scheibe den
schönen Slogan „true hearted punkrock“ kleben, was die Musik der Jungs voll
trifft. Ganz im Stile mittelalter HOT WATER MUSIC wird sich durch 13 schöne
Songs geschrammelt, die voll Herzlichkeit und guter Laune sind. Bei gleich
bleibend hohem Niveau vergeht die knappe Dreiviertelstunde wie im Flug und
wird die Platte nochmal auf Anfang gestellt. „These Six Strings“ entpuppt als
schöne Hymne, „Unfullfilled Thoughts“ ist knackig und wütender als der Rest, der
wiederum flott nach vorne geht und mit schönen Chören, charismatischem
Gesang und schön punkiger Attitüde aufwartet. Textlich geht es um die
essentiellen Dinge im Leben, was zur Musik wie Arsch auf Eimer passt.
Abgerundet wird die Sache durch die schick aufgemachte LP, die für einen fairen
Preis bei der Band direkt zu haben ist. Wer ein Faible für sympathische, ehrliche
Musik hat, muss hier zuschlagen! (lh)
http://www.metal-inside.de/frame.php?url=http://www.metal-
inside.de/review.php?id=13205
CRAZY UNITED:
Clap your hands twice - Homecoming
Was passiert wenn 3 Jungs aus der Kleinstadt einen Proberaum bekommen?
Clap your hands twice zeigen was passiert. Ein Album mit 13 ehrlichen und
schönen Punkrockperlen. Denn das ist Homecoming in jedem Fall. Aber der
Reihe nach. Vor 4 Jahren gründeten sich CYHT im schwäbischen Nest
Heinstetten, um ein wenig Musik zu machen. Mittlerweile ist die Baggage in alle
Himmelsrichtungen verteilt. Man trifft sich dann am Wochenende zum
gemeinsamen musizieren in der Heimat. Das nennt man dann wohl
Homecoming.
Und die Zeit im Proberaum oder auf der ein oder anderen Bühne hat sich
gelohnt. Denn das Debüt von CYHT ist wirklich gelungen. Hier gibt’s keine glatt
polierten Hochglanzsongs. Das hier ist mal rau mal soft, aber immer ehrlich und
authentisch ohne große Eitelkeiten. Und das macht diese Scheibe eben nicht nur
symphatisch, sondern zeigt dass man auch ohne großes Tam Tam super Musik
machen kann. Ohne großes Label und ohne große Unterstützung wird hier voller
Herzblut gearbeitet und eben fast alles selbst gemacht. Schon allein dafür hätten
die Jungs ein Lob verdient. Musikalisch bedient man sich an den richtigen
Vorbildern. Da wird mal im Stile von Hot Water Music oder Leatherface gerockt,
ohne dabei Gefahr zu laufen zu kopieren. Denn eine gewisse Eigenständigkeit ist
hier raus zu hören. Meine Perlen sind hier Nostalgia, der Opener der ohne
grossen Pathos in die Fresse gerotzt wird. Aber mein Favorit ist Remember
these days. Ein Song der Gänsehaut produziert. Alles in allem kommt die ganze
Platte wie aus einem Guss und klingt mal sperrig mal poppig, aber nie schlecht.
Das einzige was es zu kritisieren gibt ist der Ska Song, am Ende der Platte. Das
war wirklich nicht gerade die beste Idee. Trotzdem freu ich mich schon auf alles
was noch von dieser Band kommt. Also liebe Vertriebler, wenn ihr auf der Suche
nach jungen und guten Bands seid, dann schlagt hier zu. Die Jungs haben es
nicht nur verdient, sondern sind auch noch richtig gut. Daumen hoch!
Gesamtnote: 2+ Daniel77
http://www.crazyunited.de/?p=1649
WAHRSCHAUER:
CLAP YOUR HANDS TWICE
Homecoming
Bin mittlerweile skeptisch, wenn ich ein Album einer Band ohne Plattenvertrag
oder von irgendeinem obskuren Kleinstlabel vor mir habe. Zu oft wurde schnell
klar, warum sie keinen Plattenvertrag hat: Klingt wie alle anderen, nur ein
bisschen uninspirierter.
Jetzt also CLAP YOUR HANDS TWICE. Kommt in Vinyl (ungewöhnlich), hat das
Album als CD beigelegt (vorbildlich), gibt Poster und Aufkleber und Postkarte
dazu, und das ist alles für 10 Euro plus Porto nur über die Band selbst zu
besorgen. Versucht hier jemand mit einem Kampfpreis und vielen Giveaways zu
kaschieren, dass die Musik scheiße ist? Eindeutig: Nein. „Homecoming“ flufft so
durch, dass es eine Freude ist. „True Punkrock“ nennen sie es und ich komme zu
einem Kritikpunkt, den ich hier schnell noch loswerden will: Warum muss heute
alles Punkrock sein? Wahrscheinlich weil so Gruppen wie NICKELBACK unter
„Alternative“ firmieren. Egal. Da tauchen also plötzlich drei Jungs aus der
schwäbischen Provinz auf und klingen so reif, abgeklärt und unverdorben wie die
KINGS OF LEON bei ihrem Debüt. Oder vielleicht auch wie MANDO DIAO in
ihren rockigen Nummern. Jedenfalls nicht provinziell. Und definitiv auch nicht
bodenständig, denn dieses Wort verbinde ich mit Bausparvertrag, Riesterrente,
Reihenhaushälfte und Blumenrabatten. Nein, „Homecoming“ klingt roh,
ungeschliffen und mitreißend. Und ist dabei durchzogen von dieser zarten
Melancholie, die man verspürt, wenn man durch die Straßen seiner
(bodenständigen) Heimatstadt geht – und feststellt, dass alles beim Alten
geblieben ist und dennoch nie mehr so sein wird, wie es mal war. Dass man sich
freut, wieder hier und nirgendwo anders zu sein und dennoch glücklich darüber
ist, jederzeit verschwinden zu können. Ehrliche Gefühle. Ehrliche Musik. Ehrliche
Empfehlung.
http://www.wahrschauer.net/component/reviews/?task=view&rid=1296
UGLYPUNK
Nach bereits vierjähriger gemeinsamer musikalischer Aktivitäten, haben sich die
drei jungen Musiker aus der schwäbischen Provinz ihren Traum von einer
eigenen, großen Vinyl-Scheibe erfüllt und lassen uns nun an ihrem Traum Teil
haben.
Entsprechend monströs kommt das Paket dann auch daher. Neben der LP in
weißem Vinyl gibt es das komplette Album zusätzlich noch als CD im
Pappschuber und einen Dowloadcode für die Festplatten-Junkies. Ein Poster, ein
Sticker und eine Postkarte runden das ganze ab. Aber die Jungs können nicht
nur protzen, sondern machen auch noch wirklich gute Musik. Eigentlich bin ich ja
nicht so der Freund weicherer Töne. Doch hier schallt energiegeladener,
melodiöser Punkrock aus den Boxen, der erstaunlicher Weise auch mich
ansprechen kann. Dieser bewegt sich zweifelsfrei weit über dem Durchschnitt
der deutschsprachigen Pop-Punk-Kultur und hat auch einiges an Ausdruck zu
bieten. Klar, das ist nichts für die Streetpunkfraktion und bietet sich –
oberflächlich gesehen - gerade zu an, als Studenten-Mucke oder Emo-Punk
abgestempelt zu werden. Wenn es denn doch nur so einfach wäre. Denn CYHT
sind durchaus glaubwürdig in dem was sie machen, lassen keinen Zweifel daran
was sie wollen und ziehen ihr Ding konsequent durch. So fügt sich eine
gelegentlich eingesetzte Harmonika sehr gut ein und auch der Lagerfeuersong
am Ende der ersten Seite wirkt nicht fehl am Platze. Sehr erfreulich bei der
Veröffentlichung ist für mich die Erkenntnis, dass es doch noch deutsche – und
sogar schwäbische – Bands gibt, die die englische Aussprache beherrschen und
dazu absolut unpeinliche Alltagsgeschichten in besagter Fremdsprache
verfassen können.
Mit dieser fetten Produktion haben unsere Künstler ein poppiges, aber durchaus
mitreißendes Punkrock-Album vorgelegt, das sich nicht scheut, auch Blues-,
Ska- und Rock-Elemente zu verarbeiten. Ich bin mir sicher dass die Band mit
den Songs auf diesem Album auch auf größeren Festivalbühnen die Massen
zum kochen bringen könnte. Mirko
http://uglypunk.de/2011/06/clap-your-hands-twice-%E2%80%93-homecoming
BLUEPRINT FANZINE
Diese Platte macht Spaß. CLAP YOUR HANDS TWICE kommen ursprünglich
aus einer schwäbischen Kleinstadt und zocken auf ihrem Longplayer
"Homecoming" dermaßen unbekümmert 13 Punkrock-Perlen runter, dass die
Spielfreude regelrecht aus den Boxen tropft. Ein Hauch von Gainesville liegt in
der Luft, die Melodien und Refrains zünden, und die crunchige Produktion
verleiht den Aufnahmen einen gewissen Charme. Songs wie "Nostalgia" oder
"Remember these days" laden zum ausgelassenen Mitsingen ein, "Unfulfilled
thoughts" überrascht durch seine Gradlinigkeit und das tanzbare "I need a drink"
erinnert mit seinem akzentuierten Gitarrenanschlägen glatt ein wenig an THE
CLASH. Lediglich das reine Akustikgitarrenstück "Homecoming", welches
ausgerechnet auch noch als Albumtitel herhalten muss, riecht ein wenig zu sehr
nach Quotensong, aber abgesehen davon machen CLAP YOUR HANDS TWICE
alles richtig. Um den positiven Gesamteindruck abzurunden haut die Band das
Ganze auch noch als Vinyl samt zusätzlicher CD und diversem weiteren
Schnickschnack für ´nen arschglatten Zehner raus. Wo ist denn hier der bloß der
verdammte "Gefällt mir!"-Button?
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